GRÜNER TEE

Gunpowder, Nadeltee, Mu Tan Tee und Jaderingtee – das sind nur einige Beispiele für verschiedene Sorten und Qualitäten, die Genießern von Grüntees zur Auswahl stehen. Für den Grüntee ist ebenso wie für Schwarztee eine mehrstufige Verarbeitung nötig, um den vollen Geschmack dieses edlen Getränks zu entfalten.

Grüner und Schwarzer Tee stammen von derselben Pflanze. Erst deren Verarbeitung macht den Unterschied. Grüner Tee wird einer Hitzebehandlung unterzogen, was die Fermentation verhindert; während man bei Schwarztee über die Fermentation zu einem anderen Aussehen und Geschmack gelangt.

Die Produktion macht den Unterschied

Grüner und Schwarzer Tee stammen von derselben Pflanze. Erst deren Verarbeitung macht den Unterschied. Grüner Tee wird einer Hitzebehandlung unterzogen, was die Fermentation verhindert; während man bei Schwarztee über die Fermentation zu einem anderen Aussehen und Geschmack gelangt. Anschließend wird durch unterschiedliche Methoden der Grüne Tee in seine endgültige Form gebracht; Trocknung und Sortierung schließen den Produktionsprozess ab.

Gunpowder, Nadeltee oder Jaderingtee?

Gunpowder, Nadeltee oder Jaderingtee?

Grüntee-Genießern steht wie Schwarztee-Liebhabern eine ungeheure Auswahl an Teesorten zur Verfügung. Grüntees werden häufig noch in Handarbeit hergestellt. In China und in Japan gibt es tausende Sorten und Qualitäten, wofür hier einige Beispiele stehen:

  • Gunpowder: klein gerollte Bällchen, deren chinesischer Name
    Zhucha – übersetzt Perlentee – weniger militärisch klingt.
  • Nadeltee: Durch eine aufwändige Methode, nämlich dauerndes händisches Rollen von Blattspitzen in einem von unten beheizten Kessel, wird dieser Tee hergestellt. Meist höchste Qualität, die auch unter dem Namen „Silbernadeltee“ gehandelt wird.
  • Mu Tan Tee: zu Blütenkörbchen geformter Tee,
    kann auch Schwarztee sein.
  • Jaderingtee: Ausschließlich lange Schösslinge werden
    zu Ringen geformt. Sehr teuer!

 

Gesund und wohlschmeckend

Gesund und wohlschmeckendJungbrunnen, Fitmacher, Schutzmittel – wahre Wunderdinge werden dem Grünen Tee nachgesagt. Und tatsächlich enthält er, wie auch der Schwarze Tee, jede Menge gesunder Vitalstoffe: Vitamine, wie Vitamin C (stärkt das Immunsystem) oder Vitamin B1 (fördert die Konzentration und baut Stress ab), die Mineralien Fluor (schützt vor Karies und ist wichtig für die Stabilität der Knochen) und Zink (besonders wichtig in der Schwangerschaft), den Bioaktivstoff EGCG (Epigallocatechingallat), der hemmend auf Krebszellen und Blutgerinnung wirkt, was Herz- und Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Last but not least hemmt EGCG auch die Oxidationsprozesse in den Zellen, das heißt, der Alterungsprozess wird verlangsamt. Wissenschafter sind überzeugt, dass der tägliche Genuss von Tee mit ein Grund ist, weshalb die Menschen in Asien besonders alt werden.

Getrunken, gegessen, gecremt

Wegen seiner positiven Eigenschaften und des besonders zarten Aromas haben sogar Köche und die Kosmetikindustrie den Grünen Tee für sich entdeckt. So hat zum Beispiel Kompott mit Grünem Tee statt mit Wasser zubereitet eine ganz außerordentliche Note. Die Kosmetikindustrie beispielsweise nutzt seine antioxidative Wirkung für Hautpflegemittel und den wunderbaren Duft für Parfums.

TEEKANNE-Teetipp

Wussten Sie, dass…?

… China Grünen Tee in mehreren tausend Varianten produziert?

… auf den Grüntee-Plantagen in Japan im Winter Warmluftventilatoren eingesetzt werden, um die Pflanzen vor Frost zu schützen?

… Tee so viel Fluor enthält, dass bereits zwei Tassen den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken?

Aufgrund seiner 5000-jährigen Geschichte haben sich zahlreiche Möglichkeiten der Zubereitung entwickelt:

  • Manche Grüntee-Trinker „waschen“ ihren Tee, indem sie den ersten Aufguss sofort wieder abgießen, was den hygienischen Ansprüchen der alten Chinesen entspricht.
  • Manche lassen das Wasser nicht kochen, sondern verwenden nur 60 Grad heißes Wasser. Hier sind allerdings lange Ziehzeiten angebracht. Es kann auch ein zweites Mal aufgegossen werden.
  • Grundsätzlich ist aber bei Grünem Tee die Physik ausschlaggebend: Mit kochendem Wasser (100 Grad) zubereitet erzielt man den maximalen Wirkstoffgehalt.

Die Teekanne macht den Tee. Seit 1882.