TEEPFLANZE

Die Pflanze, die eigentlich ein großer Baum ist.

Drei bis fünf Jahre nach dem Einpflanzen eines Stecklings können zum ersten Mal die Teeblätter geerntet werden. Gepflückt wird der Tee aus qualitativen Gründen meist noch von Hand, wobei die zwei jüngsten oberen Triebe und die Blattknospe "two leaves and the bud" besonders hochwertige Tees ergeben.

Ob aus diesen Blättern schwarzer Tee, grüner Tee, weißer Tee, Oolong Tee oder Pu-Erh Tee hergestellt wird, hängt nur von der Art der Verarbeitung ab.

Camellia sinensis

Tee-BlüteDer botanische Name der immer grünen Teepflanze, die zur Familie der Kamelien gehört, ist nicht immer einheitlich gewesen und wurde mehrmals geändert. Der schwedische Naturforscher Linné nannte die Pflanze zuerst (1753) Thea sinensis, gab aber dann den Namen zugunsten zweier Unterarten auf, nämlich Thea bohea und Thea viridis.

Nach internationaler Übereinkunft und Eintragung in den "Index Kewensis" lautet der korrekte botanische Name nun Camellia sinensis und für ihre beiden Unterarten var. sinensis (China Tee) und var. assamica (Assam-Tee).

Heute werden zumeist Teesorten angebaut, die aus Kreuzungen (Hybriden) der Varietäten sinensis und assamica hervorgegangen sind.

Tee-HügelUnbeeinflusst gewachsener Tee (Camellia sinensis var. assamica und var. sinensis) entwickelt sich zu einem Baum von bis zu 15 m Höhe. Noch heute finden sich in der Urheimat des Tees, die vom Südosten des heutigen Chinas bis zum Oberlauf des Brahmaputras im heutigen Indien reicht solche Bäume. Seit Jahrtausenden wird der Tee jedoch kultiviert und als Strauch niedrig gehalten. Er wächst langsam und blüht schon im 2. Jahr üppig. Die Vermehrung erfolgt nicht mehr durch Samen, sondern vegetativ durch Einsetzen von Stecklingen. Drei bis 5 Jahre nach dem Einpflanzen des Stecklings kann erstmals vom Teestrauch geerntet werden. Tee besitzt eine starke Pfahlwurzel, die dem Baum Festigkeit verleiht und mit ihren Seitenwurzeln Wasser und Nährstoffe aufnimmt.

Da die Pflanze stehende Nässe nicht verträgt, entwickeln sich die Seitenwurzeln oberhalb des Grundwasserspiegels. Sie ist anfällig gegen niedrige Temperaturen und auf ergiebige Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen.

Die grünen Blätter werden von Hand gepflückt, wobei die zwei jüngsten oberen Triebe und die Blattknospe ("two leaves and the bud") besonders hochwertige Tees ergeben. Ob aus diesen Blättern Grüner oder Schwarzer Tee hergestellt wird, hängt nur von der Art der Verarbeitung ab.

Die Teekanne macht den Tee. Seit 1882.