Teeologie

Malve: Das Revival der pinken Trendpflanze

Die Malve (lat. malva) ist seit einiger Zeit wieder in aller Munde und erlebt ein echtes Revival als Nutzpflanze für allerlei Gebiete. Sie ist eine von neun Gattungen der Malvengewächse. Andere bekannte Malvengewächse sind zum Beispiel der Kakaobaum, Baumwolle und Hibiskus. Zwar gehören all diese Gattungen zur gleichen Ordnung, den Malvenartigen, doch die Unterschiede in Vorkommen und Nutzen sind enorm. So beschert uns der Kakaobaum in Lateinamerika köstliche Schokolade, während die Baumwollpflanze aus den Tropen die größte Quelle für unsere Kleidung ist.

Hierzulande schmückt die Malve in allerlei unterschiedlichen Arten vor allem unsere Gärten. Besonders in Form von Malventee erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit. Doch welche Malvenarten gibt es eigentlich? Was hat der Hibiskus damit zu tun? Wofür kann ich Blüten und Blätter verwenden? Wir nehmen die bunten Sommerblüher genauer unter die Lupe und zeigen Dir, woraus Malventee eigentlich gemacht ist.

Malve – Farbe, Wachstum, Blütezeit

Die echte Malve ist ideal für den eigenen Garten geeignet. Sie wächst am besten in naturnaher Umgebung und liebt viel Sonne. Was die Pflege angeht ist sie weitestgehend anspruchslos. Sie ist ein Sommerblüher und trägt ca. 8 cm große Blüten, deren Farbspektrum sich von Lila über Weiß und Blau bis hin zu einem kräftigen Pink erstreckt. Aus der Entfernung verwechselt sie so mancher auch schon mal mit Rosenblüten. Malven sind wunderbare Nahrungsquellen für allerlei Insekten, da sie bis spät in den Herbst hinein blühen. Ihre Größe erreicht zwischen 60 und 100 cm, wobei sie eine relativ kompakte Form behalten. Selbst längere Trockenphasen im Sommer machen der Pflanze nichts aus, doch der Boden sollte durchlässig sein, damit es nicht zu Staunässe kommt.

Eng verwandt ist im Übrigen die bekannte Stockrose – eine weitere Gattung der Malvengewächse. Stockrosen und Malven teilen sich nicht selten den Sonnenplatz auf blühenden Balkonen und in bewachsenen Gärten.

Die 3 bekanntesten Malven-Arten

Wilde Malve

Die wilde Malve (malva sylvestris) ist wohl die meistverbreitete Unterart der Malven und eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Bereits in der Antike wurde sie für die unterschiedlichsten Zwecke verwendet. Bis heute ist sie vor allem aus der Küche nicht mehr wegzudenken und erlebt besonders in Form von Malventee ein wahres Revival.

Die wilde Malve ist eine Staude und erreicht eine Größe von 30 cm bis 120 cm. Ihre Blüten enthalten den natürlichen Farbstoff Malvin, der die Pflanze in den warmen Sommermonaten rosa bis violett erblühen lässt. Daher nimmt Tee aus Malvenblüten auch eine kräftige bläuliche Farbe an – ein farbenfroher Genuss!

Vielerorts – besonders in Österreich – ist die wilde Malve auch als Käsepappel bekannt, da die Form ihrer Früchte an die eines runden Käselaibs erinnert. Das Wort „Pappel“ stammt vom italienischen Wort für Brei: „pappa“. Tatsächlich erzeugen die Schleimstoffe der Malve bei der Verarbeitung eine breiartige Konsistenz.

Moschusmalve

Die Moschusmalve (malva moschata) ähnelt der wilden Malve sehr stark und wird ebenfalls gerne zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Mit 20 bis 60 cm Höhe ist sie etwas kleiner, dafür aber auch mit 50 cm Breite buschiger als andere Malvensorten. Wie der Name schon andeutet, duften die Blüten dieser Unterart leicht nach Moschus.

Sie macht sich besonders gut auf Wildblumenwiesen und wächst gerne an der Seite von anderen Stauden wie Steppensalbei oder Spornblumen. Die Untersorte „alba“ trägt strahlend weiße Blüten, die „rosea“ leuchtet mit ihren rosafarbenen Blüten.

Weg-Malve

Die Weg-Malve (malva neglecta) ist neben der wilden Malve eine der am häufigsten vorkommenden Malvenarten in Österreich. Vor vielen Jahren wurde sie in schwierigen, von Hunger geprägten Zeiten auch als Gemüse angebaut. Die Pflanze wird ca. 60 cm hoch und trägt weiße bis hellrosa Blüten.

Während sie von uns Menschen problemlos verzehrt werden kann, ist sie für Tiere unter Umständen gefährlich: Die Weg-Malve ernährt sich gerne von Stickstoff und verbreitet sich darum häufig in der Nähe von Ställen und bei Komposthaufen. Kriegt sie zu viel Stickstoff zu „futtern“, steigt ihr Nitratgehalt. Tiere, die diese nitratreichen Pflanzen fressen, können einen ernsthaften Schaden davontragen.

Hibiskus vs. wilde Malve

Der Hibiskus, auch Eibisch genannt, hat mehrere hundert verschiedene Untergattungen. Je nach Art unterscheiden sich die Pflanzen aber enorm in Form und Größe. Einige Gattungen sind strauchähnlich, andere wachsen beinahe zu Bäumen heran.

Der Ursprung aller Hibiskusarten liegt in Asien. Doch mittlerweile gibt es auch kultivierte „winterharte“ Sorten, die auch bei unseren kühleren Temperaturen im Garten oder auf dem Balkon wachsen können. Besonders beliebt ist der Garten-Hibiskus (hibiscus syriacus).

Die Untergattung hibiscus sabdariffa ist vermutlich die bekannteste Pflanze unter Teetrinkern, denn aus deren Blüten und Blättern wird der berühmte Hibiskustee hergestellt. Sie wächst hauptsächlich in Java, Mexiko und Ceylon, trägt rote Blüten und schmeckt als Tee aufgegossen leicht säuerlich und erfrischend – ein optimaler Durstlöscher. Tee aus wilder Malve hingegen ist äußerst zart im Geschmack und hat eine leicht nussige Note.

So kannst Du Malve verwenden

Das Wichtigste vorab: Malve ist für Menschen nicht giftig und in vielen Küchen eine beliebte Zutat. Die wilde Malve ist nicht nur besonders schmackhaft, sondern auch für ihre wertvollen Schleimstoffe bekannt. Diese Stoffe nehmen Wasser auf und bilden Hydrokolloide, also schleimige bzw. gelartige Konsistenzen. Dadurch eignen sich die Blätter wunderbar zum Andicken von Soßen, Suppen oder anderen Flüssigspeisen. Die Samen der Moschusmalve werden gerne eingelegt und als Kapernersatz genutzt.

Malvenwurzeln schmecken gekocht zum Beispiel in Bratlingen besonders aromatisch. Für die Dekoration von Salaten sind vor allem unverarbeitete Malven- oder Hibiskusblüten geeignet. Am häufigsten allerdings wird Malve heute in Form von Tee getrunken. Wir zeigen Dir, wie Du Malventee selbst zubereitest.

Malventee zubereiten

Mit unserem RFA-zertifizierten Malventee aus fruchtigen Hibiskusblüten wird die Teezubereitung besonders einfach. Du sparst Dir aufwändiges Pflücken und musst Dir über eventuelle Verunreinigungen keine Gedanken machen.
So bereitest Du Dir unseren Malventee ganz einfach selbst zu:

  • GieĂźe die praktischen Teebeutel, voll von bereits geschnittenen BlĂĽten, mit ca. 250 ml kochendem Wasser auf.
  • Lasse den Tee fĂĽr mindestens 5-8 Minuten ziehen.
  • Wenn Du eine ganze Kanne zubereiten möchtest, empfehlen wir mindestens 3 Teebeutel.

Jetzt heiĂźt es genieĂźen!

Ăśbrigens eignet sich nicht nur die Malve wunderbar als Tee. Auch andere Pflanzen schmecken mit heiĂźem Wasser ĂĽbergossen richtig gut! Hast Du schon mal Rotbuschtee probiert?

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