Wie viel Koffein enthält Schwarzer Tee?
Schwarztee enthält Koffein, das früher im Zusammenhang mit Tee oft als Teein bezeichnet wurde. Für viele Menschen gehört Schwarztee fest zur Morgenroutine, um damit in den Tag zu starten. Wie viel Koffein tatsächlich in Deiner Tasse steckt und welche Faktoren den Koffeingehalt beeinflussen, erfährst Du in diesem Ratgeber.
Koffein im Schwarztee: Wie viel Koffein steckt in einer Tasse?
Eine Standardtasse Schwarztee (250 ml) enthält etwa 30 bis 90 mg Koffein. Je nach Teesorte, Dosierung und Ziehzeit kann dieser Wert allerdings stark variieren. Zum Vergleich: Eine Tasse Filterkaffee (250 ml) enthält durchschnittlich 113 mg Koffein. Schwarztee liegt damit häufig darunter.
Das Koffein im Schwarztee ist von Natur aus in der Teepflanze Camellia sinensis enthalten. Wer täglich zwei bis drei Tassen Schwarztee trinkt, nimmt in der Regel weniger Koffein zu sich als bei der gleichen Menge Kaffee. Das macht Schwarztee zu einer interessanten Wahl für alle, die auf einen moderaten Koffeinkonsum achten möchten.
Teein oder Koffein: Was steckt in Schwarztee?
Historisch wurde das Koffein im Tee als „Tein“ oder „Teein“ bezeichnet. Früher ging man davon aus, dass es sich dabei um eine eigenständige Substanz handelt. Chemisch ist Tein jedoch identisch mit Koffein – es handelt sich um dasselbe Molekül. Der Begriff Teein wird heute noch gelegentlich als Synonym verwendet, hat chemisch aber keine eigenständige Bedeutung. In der Lebensmittelkennzeichnung spricht man ausschließlich von Koffein.
Die Chemie hinter dem Koffein im Schwarztee
Das Koffein im Schwarztee ist teilweise an Gerbstoffe, sogenannte Tannine, gebunden. Dieser Unterschied zu Kaffee ist rein physikalisch-chemischer Natur. Dadurch entsteht ein besonderes Zusammenspiel der Inhaltsstoffe in Deiner Tasse, das sich von jenem im Kaffee unterscheidet, bei dem Koffein überwiegend in freier Form vorliegt. Koffein und Tannine gehören zu den natürlichen Bestandteilen von Tee und gehen während des Ziehens in den Aufguss über.
Der Gehalt an Gerbstoffen im Tee steht dabei in einem umgekehrten Verhältnis zum frei verfügbaren Koffein: Je mehr Tannine sich im Aufguss befinden, desto mehr Koffein kann gebunden vorliegen. Teeblätter enthalten durchschnittlich etwa 10 bis 20 Prozent Gerbstoffe. Schwarztee weist dabei tendenziell weniger Gerbstoffe auf als beispielsweise Grüntee, da während der Oxidation ein Teil der Gerbstoffe abgebaut wird.
Wie beeinflusst die Ziehzeit den Koffeingehalt?
Wusstest Du, dass die Ziehzeit Deines Schwarztees nicht nur den Geschmack beeinflusst? Tatsächlich hat sie auch einen direkten Einfluss auf den Koffeingehalt in Deiner Tasse. Mit zunehmender Ziehzeit steigt die Menge des gelösten Koffeins messbar an. Ein Schwarztee, der fünf Minuten zieht, enthält daher in der Regel mehr Koffein als ein Tee, der nur zwei Minuten im Wasser war. Zwar verlangsamt sich der Anstieg mit längerer Ziehzeit, Koffein wird aber weiterhin aus den Teeblättern gelöst.
Je länger der Tee zieht, desto mehr Gerbstoffe lösen sich auch aus den Teeblättern und gelangen ins Wasser. Diese verleihen Schwarztee seinen kräftigen, leicht herben Charakter. Gleichzeitig binden sie einen Teil des gelösten Koffeins. Das Koffein bleibt zwar im Aufguss enthalten, liegt aber zunehmend in gebundener Form vor.
Tipp für die Praxis: Wer einen milden und aromatischen Schwarztee bevorzugt, wählt am besten eine Ziehzeit von zwei bis drei Minuten. Für einen kräftigeren und charakteristischeren Geschmack sind bis zu fünf Minuten empfehlenswert. Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber zur Ziehzeit von schwarzem Tee.
Schwarztee und Koffein nach Sorte: Assam, Darjeeling & Ceylon im Überblick
- Assam: Assam-Tees aus Nordostindien zählen zu den Schwarztees mit vergleichsweise hohen Koffeingehalten. Eine Tasse (250 ml) enthält durchschnittlich etwa 65 mg Koffein. Das kräftige Blatt und die Anbaubedingungen im Tiefland tragen zum hohen Koffeingehalt bei.
- Darjeeling: Darjeeling aus dem gleichnamigen Anbaugebiet in Nordostindien enthält durchschnittlich rund 60 mg Koffein pro Tasse (250 ml). Sein feines, charakteristisches Aroma macht ihn zu einer beliebten Schwarztee-Variante.
- Ceylon: Ceylon-Tee aus Sri Lanka liefert etwa 55 mg Koffein pro Tasse (250 ml). Er ist häufig Bestandteil klassischer englischer Teemischungen und zeichnet sich durch einen mittelkräftigen, herb-würzigen Geschmack aus.
- Earl Grey: Earl Grey ist keine eigenständige Teesorte, sondern eine aromatisierte Schwarzteemischung. Als Basis dienen meist Ceylon- oder Assam-Tees, die mit Bergamotte-Öl verfeinert werden. Der Koffeingehalt hängt daher von der verwendeten Teebasis ab. Ein klassischer Earl Grey auf Ceylon-Basis enthält etwa 40 bis 60 mg Koffein pro Tasse (250 ml).
Die Unterschiede im Koffeingehalt können durch verschiedene Faktoren entstehen. Dazu zählen das Anbaugebiet, die Höhenlage, der Erntezeitpunkt (First Flush oder Second Flush) sowie der Blattgrad. Ganze und gebrochene Blätter, wie sie häufig in Teebeuteln verwendet werden, können sich dabei unterschiedlich auf die Extraktion auswirken.
Auch geschmacklich bietet jede Sorte ihren eigenen Charakter: Assam überzeugt mit einem kräftigen Aroma, während Darjeeling für seine feinen, blumigen Noten bekannt ist. So findest Du je nach Vorliebe den passenden Schwarztee für Deinen persönlichen Genussmoment.
Schwarzer Tee von TEEKANNE – Dein Klassiker, neu entdeckt
Schwarztee ist mehr als ein Getränk, er ist für viele ein besonderes Ritual. Bei TEEKANNE findest Du genau das, was Du dafür brauchst: eine große Auswahl an Schwarztees, die aus den besten Anbaugebieten der Welt stammt.
Natürlich dürfen die echten Klassiker nicht fehlen: kräftiger Assam, eleganter Darjeeling und frisch-herber Ceylon. Die Sorten stehen seit Generationen für unverwechselbaren Schwarzteegenuss. Ob pur, mit einem Spritzer Zitrone oder einem Schuss Milch – genieße Deinen Schwarztee genau so, wie Du ihn am liebsten magst.