Reise

Shanghai – Die Perle des Ostens

 12. 10. 2010
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Faszinierend. Atemberaubend. Riesig. Reich. Arm. Alt. Neu. Das sind nur einige Beschreibungen, die einem bei einem Besuch in Shanghai in den Sinn kommen. Eigentlich aber ist Shanghai unbeschreiblich. Denn die Stadt hat viele Gesichter. Und die zeigt sie jedem, der sie sehen will.

„Diese Stadt ist die Königin, die Metropole des europäischen Handelsverkehrs mit dem Reich der Mitte“

, sagte einst Graf von Hübner, ein österreichischer Diplomat und Reisender im 19. Jahrhundert. Bereits zu dieser Zeit war nichts mehr davon zu erkennen, dass Shanghai ursprünglich ein ärmliches kleines Fischerdorf gewesen war. Die vorteilhafte Lage am Wasser – Shanghai ist von allen Seiten von Meer, Flüssen und Seen umgeben – brachte der Stadt großen Wohlstand und machte sie zur größten Metropole Chinas.

Wachsender Wohlstand

Vor allem seit den 1990er-Jahren ist Shanghai rasant gewachsen. Gab es 1991 nur sechs Gebäude, die höher als 100 Meter waren, sind es heute – nur 20 Jahre später – mehr als 4000! Das Wunderbare an dieser Stadt ist: Trotz Dynamik und Wachstum hat Shanghai sich seine Schönheit und Lebensfreude bewahrt. Wo man auch hinkommt, überall erwartet einen pulsierendes Leben in diesem Schmelztiegel der Kulturen.

Zeugen vergangener Tage

Wer die Gassen der Altstadt von Shanghai durchstreift, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Die Altstadt quillt schier über vor Leben. Trotz des Baubooms sind noch einige urtümliche Straßen erhalten und verströmen das Flair vergangener Tage. In den Gassen lässt sich das historische Shanghai entdecken. Besonders sehenswert ist der Yu-Garten aus dem 16. Jahrhundert. Sechs malerische Areale mit 30 Pavillons sind hier durch Brücken und Dämme miteinander verbunden und versetzen den Besucher in eine andere Welt. Um den Touristenscharen zu entgehen, empfiehlt es sich, möglichst früh zu kommen. Auch der Konfuzius-Tempel ist einen Besuch wert. Wenn Sie einmal ein traditionelles chinesisches Teehaus besuchen möchten, ist das Huxinting-Teehaus ein Muss. Inmitten eines kleinen Sees können Sie die eine oder andere Tasse Tee ganz wie im alten China trinken.

Palast aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Palast aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Am Platz des Volkes finden Sie zahlreiche Museen und Theater.

Am Platz des Volkes finden Sie zahlreiche Museen und Theater.

In den Gassen lässt sich das historische Shanghai entdecken.

In den Gassen lässt sich das historische Shanghai entdecken.

Seien Sie darauf vorbereitet, dass bei Tisch geschmatzt, gerülpst und geschlürft wird.

Seien Sie darauf vorbereitet, dass bei Tisch geschmatzt, gerülpst und geschlürft wird.

Prächtige Paläste

Alte Gebäude finden Sie auch am Bund, dem früheren Kai am Fluss Huangpu. Diesen Anblick sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Auf knapp zwei Kilometern reiht sich hier ein prunkvoller alter Palast an den nächsten. Die meisten stammen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und zählen zum Klassizismus. Heute residieren Banken und Versicherungen in den opulenten Bauwerken, die in einer Reihe stehend um die Wette strahlen. Einsam wird es hier nicht, denn bereits früh am Morgen finden sich hier Einheimische ein, um Tai-Chi zu üben, Drachen steigen zu lassen oder Tänze aufzuführen. Und wenn am Abend die Sonne untergeht, sieht man überall Pärchen, die versunken aufs Wasser blicken. Es lohnt sich, eine Pause im The Bund 12 Café zu machen und seinen Tee gemütlich im Innenhof unter Arkaden zu genießen.

Kunst am Platz des Volkes

Das Künstlerherz Shanghais pulsiert auf dem Platz des Volkes. Die riesige grüne Oase inmitten dieser lebhaften Stadt beherbergt zahlreiche Museen und Theater. Wenn Sie sich für alte chinesische Kunst interessieren, sollten Sie unbedingt das Shanghai Museum besuchen, das als weltweit beste Sammlung für chinesische Kunst gilt. Bronzen, Skulpturen, Kalligraphien und mehr warten hier auf Sie. Ein gänzlich anderes Bild präsentiert sich Ihnen im Museum of Contemporary Art, wo Wechselausstellungen zu aktuellen Themen stattfinden.

Shanghaier Teekultur

Von morgens bis abends, im Büro, im Bus oder im Auto begleitet die Shanghaier eines: ein Schraubglas mit Teeblättern, die drei- bis viermal mit heißem Wasser aufgegossen werden, bevor sie durch frische ersetzt werden. Chinesen sind Teetrinker. „Schaum von flüssiger Jade“ nannten einst Chinas Dichter den grünen Tee, der hier allerorts getrunken wird. Etwa 70 Prozent des weltweit gehandelten grünen Tees stammen aus China. In Shanghai sind neben grünem Tee auch Chrysanthementee und Jasmintee sehr beliebt. In einem der schönen Teehäuser Shanghais kann man gut nachempfinden, dass Teetrinken zur Kaiserzeit ein gehobenes Ritual war.

Futuristische Skyline

Am gegenüberliegenden Ufer des Huangpu bietet sich ein gänzlich anderes Bild. Denn der sagenhafte Blick auf die futuristische Skyline des Finanzbezirks Pudong schafft einen starken und reizvollen Kontrast zu den kolonialistischen Bauten am Bund. Die schönste Art, vom Bund nach Pudong zu gelangen, ist mit der Fähre. Zehn Minuten dauert die Überfahrt, die einen einzigartigen Ausblick auf den regen Schiffsverkehr und den immer näher rückenden Hochhausdschungel bietet. Nie würde einem in den Sinn kommen, dass dieser elektrisierend moderne Stadtteil noch Anfang der 1990er-Jahre nur aus Ackerland und ein paar Hütten bestand. Seitdem ist der Bezirk in rasantem Tempo gewachsen. Heute befinden sich hier unter anderem zwei der höchsten Gebäude der Welt: der Oriental Pearl Tower, der mit 468 Metern der dritthöchste Fernsehturm Asiens ist, und das mit 492 Metern höchste Gebäude der Stadt, das Shanghai World Financial Center. Wenn Sie während des Spaziergangs durch Pudong der Hunger überkommt, machen Sie einen Abstecher ins South Beauty. Das Restaurant im 10. Stock des Einkaufszentrums Super Brand Mall hat einen wunderschönen Dachgarten und bietet einen traumhaften Ausblick.

Kleiner Shanghai-Knigge

Chinesen möchten ihr Gesicht nicht verlieren. Wenn Sie einen Chinesen nach dem Weg fragen, wird er es nicht zugeben, wenn er ihn nicht kennt, sondern Ihnen irgendeine Richtung weisen.

Möchte man einem Chinesen etwas anbieten, sollte man dies mehrmals tun, denn es ist in China ein Gebot der Höflichkeit, Angebotenes einige Male abzulehnen, bevor man es annimmt.

Es ist in China unüblich, Geschenke vor anderen auszupacken.

Wenn man eine chinesische Wohnung betritt, sollte man immer die Schuhe ausziehen.

Beim Essen:

Seien Sie darauf vorbereitet, dass bei Tisch geschmatzt, gerülpst und geschlürft wird.

Zücken Sie beim Essen keinesfalls ein Taschentuch, um sich die Nase zu putzen. Wie in vielen Teilen Asiens ist das auch in Shanghai verpönt.

Wenn Sie gemeinsam mit Chinesen essen, ist es ein Höflichkeitsritual, dass nach dem Essen ein Gerangel um das Begleichen der Rechnung entsteht. Bezahlen sollte aber auf jeden Fall derjenige, der zum Essen geladen hat.

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